Dienstleistungen rund um den vorbeugenden Brandschutz.

Rauch- Wärme- Abzug- Anlagen (RWA)

 

Wo werden RWA- Anlagen eingesetzt?

Rauch- und Wärmeabzüge (RWA) dienen in der Hauptsache dem Schutz von Menschenleben und dem baulichen Brandschutz. Bei Bränden breiten sich Rauch und heiße Brandgase aus.
Mit dem Rauch werden Zersetzungsprodukte transportiert, die meist brennbar und giftig sind. 
In geschlossenen Räumen steigen die Gefahren deutlich, wenn nicht für eine Abfuhr dieser Rauchpartikel und Gase gesorgt wird.
Der Rauch behindert zunächst die Sicht, es folgen Orientierungsverlust oder Panik. Löschmannschaften können den Brandherd nur schwer und langsam ausmachen, die Erstickungsgefahr steigt.
Die giftigen Gase erschweren die Atmung und führen zu Rauchvergiftungen oder dem Erstickungstod (der mit über 80% als die häufigste Todesursache bei Brandkatastrophen zu beklagen ist).
Auch weit entfernt gelagerte Güter oder Einrichtungsgegenstände können durch den Rauch nachhaltig geschädigt oder unbrauchbar gemacht werden. Ein brennendes Feuer liefert ständig Wärmeenergie nach, die sich an der Deckenunterseite zu stauen beginnt.
Dort nimmt die Temperatur rasch zu. Es entstehen Sekundärbrände (z. B. Deckendrände an hochgelagerten Gütern, sogenannte Gipfelbrände).

Was verhindern RWA-Anlagen?

Durch brennend herabfallende Teile breitet der Brand sich immer weiter aus. 
Überschreitet die Dichte der brennbaren Partikel in der Luft und die Temperatur der Gase die sogenannte Entzündungstemperatur, so kommt es zur Durchzündung, dem ”Flash-Over” oder Feuerübersprung (vergleichbar mit einer Feuerwalze, die Brandausweitungsgeschwindigkeit wird maximiert). Daher werden vom Gesetzgeber Rauch- und Wärmeabzüge für viele Gebäude vorgeschrieben. Leider gibt es jedoch keine einheitlichen Bestimmungen, die Vorschriften unterscheiden sich je nach Staat / Bundesland (z. B. entsprechend der Forderungen in den Landesbauordnungen), häufig jedoch sogar regional nach den Vorschriften der zuständigen Brandschutzbehörden.
RWA schützen Menschenleben durch Entrauchung der Fluchtwege. 
RWA erleichtern die Rettungs- und Löscharbeiten durch schnelleres Orten von Verletzten und Brandherden. RWA vermindern die Gefahr der Entstehung von Sekundärbränden und Flash-Over, da heiße Gase abgeführt werden. 
RWA verringern die entstehenden Brandfolgekosten, da die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Brandes geringer wird und die Ausbreitung aggressiver Rauchgase im Gebäude abnimmt.

Arbeitsweise der RWA - Zentrale

Bei automatischer Branderkennung liefert ein Rauch- oder Thermomelder ein Signal an die RWA-Zentrale.
Diese prüft die Meldung und gibt nachfolgend den Fahrbefehl an Antriebe, die entsprechende Rauch- und Wärmeabzugsgeräte (RWG) auffahren. 
Die Auslösung wird in der Zentrale und dem entsprechenden Melder angezeigt. Nach dem Rücksetzen des Alarmes können die Antriebe mit Lüftungstastern zugefahren werden, bzw. fahren bei programmiertem automatischen Schließen selbsttätig zu. 
Gleiche Funktionsweise gilt für das Betätigen eines Handmelders. Im Melder leuchtet die Auslöseanzeige. Nach Entriegeln des Tasters können die RWG geschlossen werden. 
Eine Ansteuerung der RWA-Zentrale durch eine Brandmeldezentrale (BMZ) ist möglich. Je nach Anlagentyp können Alarmmeldungen über potentialfreie Kontakte (PK) auch an eine BMZ oder ein Hausmeisterbüro etc. weitergeleitet werden.