Dienstleistungen rund um den vorbeugenden Brandschutz.

Erläuterungen

Vorbeugender Brandschutz nach DIN 4102
Bestimmungen für Brandschutz- Türen und - Verglasungen


DIN 4102 - Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen

Die DIN 4102 ist in allen Bundesländern geltendes Baurecht des vorbeugenden baulichen Brandschutzes. Die DIN 4102 definiert Brandschutztüren als “Feuerschutzabschlüsse”.
Im Teil 5 bzw. Teil 13 (Verglasungen) der DIN 4102 sind Begriffe, Anforderungen und Prüfungen beschrieben.

Feuerwiderstand
Nach ihrer Fähigkeit, den Durchtritt des Feuers für einen in Minuten gemessenen Zeitraum zu verhindern, werden Feuerschutzabschlüsse in Feuerwiderstandsklassen eingeteilt.

Funktion

Brandschutztüren müssen geschlossen oder selbstschließend sein.

Liefereinheit
Brandschutztüren bilden eine Einheit aus Türzarge, Türblatt und den für die Funktion erforderlichen Beschlägen.

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung
Brandschutztüren und Verglasungen bedürfen einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung. Diese ist vom Hersteller durch das Anbringen des amtlichen Kennzeichnungsschildes (an der Bandkante des Türblattes) und durch die unaufgeforderte Vorlage des Bescheides über die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung nachzuweisen.
Der Hersteller muß außerdem vertraglich sicherstellen und nachweisen, daß die Produktion seiner Brandschutztüren von einer Zertifizierungsstelle hinsichtlich gleichbleibender Qualität und Einhaltung der Zulassungsbestimmungen überwacht wird. Bei Verglasungen wird dies durch die Übereinstimmungserklärung des Herstellers ersetzt.

Zustimmung im Einzelfall
Verlangt eine Bausituation Brandschutztüren, die durch allgemein bauaufsichtlich zugelassene Modelle nicht abgedeckt werden, bedarf es der sogenannten bauaufsichtlichen Zustimmung für den Einzelfall. Diese Zustimmung kann bei Vorlage des erforderlichen Eignungsnachweises (§ 22 MBO) nur von der Obersten Bauaufsichtsbehörde des jeweiligen Bundeslandes erteilt werden. Die Zustimmung im Einzelfall ist auf andere Bauvorhaben nicht übertragbar.

Rauchschutz nach DIN 18095

Bestimmungen und Anforderungen

Die DIN 18095 ist als technische Baubestimmung in nahezu allen Bundesländern eingeführt. Mit der bauaufsichtlichen Einführung erfolgt die verbindliche Vorgabe für den Einsatz von sogenannten “rauchdichten” Türen, für die ein Prüfzeugnis nach DIN 18095 bei der Bauabnahme vorzulegen ist.
Weiterhin erfolgte die Aufnahme der Rauchschutztüren erstmals als geregeltes Bauprodukt durch Mitteilung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) vom 1. Juni 1994 in der Bauregelliste A.
Hierdurch wird für alle Bundesländer festgelegt, daß für die Verwendung von Rauchschutztüren eine “Übereinstimmungserklärung des Herstellers nach vorheriger Prüfung des Bauproduktes durch eine anerkannte Prüfstelle (ÜHP)” erforderlich ist. Begriffe und Anforderungen beschreibt hierzu die DIN 18095, Teil 1. Darin wird festgelegt, daß jede Bauart von Rauchschutztüren nach DIN 18095, Teil 2 zu prüfen ist. Die Prüfung ist vom Hersteller durch das Anbringen eines Kennzeichnungsschildes (an der Bandkante des Türblattes) und durch die Vorlage eines Prüfzeugnisses nachzuweisen.

Funktion
Rauchschutztüren sind dazu bestimmt, im eingebauten und geschlossenen Zustand den Durchtritt von Rauch zu behindern. Rauchschutztüren müssen selbstschließend sein. Als Schließmittel kommen nur Türschließer mit hydraulischer Dämpfung in Frage.

Liefereinheit
Rauchschutztüren bilden eine geprüfte Einheit aus Türzarge, Türblatt und den für die Funktion erforderlichen Beschlägen.

Einbau und Wartung
Zu jeder Rauchschutztür sind vom Hersteller Einbau- und Wartungsanleitungen mitzuliefern. Außerdem muß als Nachweis, daß die Türen der DIN 18095 entsprechen, eine Werksbescheinigung erbracht werden.

Mehrfachfunktion Brandschutz nach DIN 4102

Definition und Einsatzbereiche

Anforderungen an bauliche Anlagen 
Nach der Musterbauordnung (MBO) müssen bauliche Anlagen so beschaffen sein, daß der Entstehung und Ausbreitung von Feuer und Rauch wirksam vorgebeugt wird. Bauteile, die Brandschutzanforderungen erfüllen müssen, finden praktisch in jedem Bauvorhaben z.B. als Wände, Decken oder Feuerschutzabschlüsse Verwendung.
Die DIN 4102 ist in allen Bundesländern geltendes Baurecht des vorbeugenden baulichen Brandschutzes. Sie definiert Brandschutztüren als “Feuerschutzabschlüsse”. In Teil 5 bzw. Teil 13 (Verglasungen) der DIN 4102 sind Begriffe, Anforderungen und Prüfungen von Feuerschutzabschlüssen beschrieben.

Definition von Feuerschutzabschlüssen
Feuerschutzabschlüsse sind selbstschließende Türen und selbstschließende Abschlüsse wie Klappen und Tore, die dazu bestimmt sind, im eingebauten Zustand den Durchtritt eines Feuers durch Öffnungen in Wänden oder Decken zu verhindern.

Einsatzbereiche
In bestimmten Bauabschnitten, im Bereich von langen Fluren, Treppenhäusern, Brandwänden, Notausgängen sowie zur Abschottung von Fluchtwegen müssen Türen feuerhemmende, feuerbeständige oder rauchhemmende Eigenschaften aufweisen. Planung und Bau von Gebäuden unterliegen jeweils unterschiedlichen Bauvorschriften und gesetzlichen Bestimmungen. Insbesondere bei Gebäuden mit hoher Besucherfrequenz sowie in Gebäuden, in denen alte, kranke oder auch behinderte Menschen leben betreffen die Sicherheitsvorkehrungen den Bereich des vorbeugenden Brandschutzes: 

  •  Schulen und Universitäten, Hotels, 
  •  Kindergärten, Verwaltungen,
  •  Krankenhäuser, Banken,
  •  Seniorenheime, Bürogebäude,

Feuerschutzabschlüsse schließen als feuerhemmendes oder feuerbeständiges Element die entscheidende Lücke. Flucht- und Rettungswege werden zuverlässig gesichert.